Der Drachenfürst
Grauen in Syrmora
Eine Chroniken von Arvenis Kampagne
Vorwort
Nachdem Philipp und ich (Norbert) bereits seit einem Jahr an Chroniken von Arvenis arbeiten und sehr zufrieden mit dem Fortschritt sind, kam die Überlegung auf, die erste Kampagne zu starten. Ich hatte bereits ungefähr 20 Sessions (Oneshots + Multishots) lokal und online geleitet und wir hatten mit Quest Portal nun auch einen VTT gefunden, wo wir ein Template für unseren Charakterbogen verhältnismäßig einfach und vor allem kostenlos erstellen konnten. Also stand einer Kampagne eigentlich nichts mehr im Weg.
Und so schrieb ich Mitte Februar eine einmal im Monat stattfindende Kampagne aus und es fanden sich auch recht schnell genug Spieler. Es waren eigentlich 6 Spieler, aber einer verließ uns nach der ersten Session Mitte März.
Wie bei vielen meiner Kampagnen, entschied ich mich auch hier ein Tagebuch am Blog zu schreiben, welches unsere Abenteuer für interessierte Leser*innen zugänglich macht.
Ich wünsche euch viel Spaß mit „Der Drachenfürst – Grauen in Syrmora“ 😊
Tagebuch
Dämonen in Eberhof
Der Auftrag
7. Atovar 324 nZ, Myranthis, Atova
Der letzte Tag des großen Frühlingsturniers von Myranthis brachte ein herrliches Tjost-Finale und noch einmal einen wunderschönen Tag mit viel Sonne und Musik. Am späten Nachmittag verließen die ersten Feiernden das Festgelände und kehrten heim. Doch genau da kam eine Gruppe von jungen Chronisten von der Gilde der Geschichten auf das Festgelände und brachte Aushänge an.
Laut diesem Aushang suchte die Gilde nach Mythenjägern, die einen größeren Auftrag in Syrmora erledigen könnten. Das im Süden an Atova grenzende Reich war seit vielen Jahren ein Unruheherd, und manche nannten Syrmora auch das „Land der Gesetzlosen“. Jeder Auftrag in dieser Region war also sehr gefährlich, doch die Gilde versprach eine hohe Belohnung. Viele lasen den Aushang und wollten sich am nächsten Morgen bei der Gilde melden.
8. Atovar 324 nZ, Myranthis, Atova
So kam es, dass sich an diesem leicht bewölkten Morgen fast zwei Dutzend Mythenjäger in der Gilde der Geschichten eintrafen. Der Andrang war so groß, dass viele auf einen zweiten Termin vertröstet wurden.
In einem Besprechungsraum stellte sich den Mythenjägern eine große blonde Menschenfrau als Janida Nöhr, Großmeisterin der Gilde der Geschichten, vor. An ihrer Seite war ein Bischof der Atovara-Kirche, dessen Name nicht genannt wurde. Die beiden riefen der Reihe nach die Mythenjäger auf und sprachen mit ihnen. Manche durften bleiben, andere waren wohl nicht geeignet und mussten gehen.
Kurz vor dem Ende der Gespräche kam ein Kurier des AKD (Amtlicher Kurier-Dienst) und brachte dem Bischof eine Nachricht. Die beiden unterhielten sich kurz und versammelten die geeigneten Mythenjäger dann um sich.

„Wer von euch kann binnen einer Stunde aufbrechen?“, fragte die Großmeisterin. Ein Ritter und eine Kriegerin konnten das nicht und mussten gehen. Der Bischof schickte auch einen zwielichtig aussehenden Halbling fort. Danach blieben noch sieben Männer übrig, drei Dunkelelfen, drei bergzwergische Brüder und ein Lichtelf. Diesen wurde nun vom Auftrag erzählt.
Die Gruppe soll nach Syrmora reisen und in dessen Hauptstadt Ährenfeld Informationen sammeln. Dann sollen sie Richtung Osten in die Provinz Drachenkamm reisen. Diese hat sich vom Reich für unabhängig erklärt, und es gibt Gerüchte, dass der neue Fürst der Provinz kein Akomai ist. Sollte das der Fall sein, soll die Gruppe das herausfinden und diesen Fürsten inoffiziell beseitigen.

Aber es gibt in der Nähe von Myranthis etwas, um das sie sich zuerst kümmern müssen. Denn gerade eben kam ein Bericht darüber, dass in der Nähe des Dorfes Eberhof Finsterlinge gesichtet worden sind. Dort gibt es keine Truppen, aber es liegt auf dem Weg der Gruppe nach Syrmora. Also wird die Gruppe eine große, schnelle Kutsche bekommen und sie sollen in einer Stunde aufbrechen. Ihnen wird für die Finsterlinge auch ein Paladin zur Seite gestellt, der gerade verfügbar ist.
Argentum, einer der drei Zwerge, verhandelte noch etwas für die Belohnung und konnte sieben Tolvar für jeden von ihnen aushandeln. Dann sammelten die neuen Gefährten ihre Sachen und saßen eine Stunde später in der Kutsche.
Die Fahrt nach Eberhof

In der Kutsche hatten die neuen Gefährten nun endlich die Gelegenheit, einander vorzustellen. Der Lichtelf Rhyl von Tol Valar war ein Magier aus Vondas, der Dunkelelf Lysander Elarun kam ebenfalls aus Vondas. Er war Heiler und beherrschte auch die Kunst der Prophezeiung. Diese Magie hatte er an der Universität in Vaelindra gelernt, wo auch Rhyl studiert hatte. Der zweite Dunkelelf stellte sich als Jester Rifton vor. Er war ein Monsterjäger aus Tharandor, dessen Ruf sogar der Großmeisterin der Gilde bekannt war. Die drei Zwerge hießen Argentum, Aurum und Plumbum Sculptori. Von ihnen sprach aber nur Argentum, die anderen beiden blieben stumm. Alle drei Zwerge trugen serastrische Halbmasken, was die anderen ein wenig seltsam fanden. Doch die Großmeisterin und der Bischof schienen damit kein Problem gehabt zu haben. Der dritte Dunkelelf war Kaelen Nordwind von Rabenstein. Er stammte aus Syrmora, und das Lehen seiner Eltern lag direkt hinter der Grenze, und dort würde ihre Reise auch hinführen. Er war ein Grenzwächter und Elementarbeschwörer, der in Myranthis diese magische Kunst studiert hatte. Der Paladin war grimmig und einsilbig, er sprach nicht mit den anderen.

Die Reise nach Eberhof dauerte vier Tage und die Gefährten lernten einander ein wenig kennen. Lysander verblüffte sie mit seiner Fähigkeit, aus tierischen Bestandteilen das Wetter vorherzusagen. Schon am zweiten Tag war klar, dass seine Vorhersagen richtig waren, denn er hatte Regen vorausgesagt und es kam Regen.
Sie übernachteten in Gasthäusern an der Straße. Die Kutscher hatten dafür das nötige Geld dabei. Die beiden (ein Waldork und ein Halbling) blieben meist unter sich.
Bei den Abendessen wuchs die Skepsis gegenüber Argentum und seinen Brüdern. Denn immer nur Argentum aß, während die beiden anderen hinter ihm standen und nichts taten. Den Dunkelelfen war auch aufgefallen, dass die beiden Brüder keine Körperwärme besaßen, und Lysander fragte Argentum direkt, ob die beiden untot wären. Das konnte Argentum aber mit Verweis auf den Bischof verneinen. Der hätte niemals Untote erlaubt und hätte sie auch sofort erkannt.

Am dritten Abend genossen sie in einem Gasthaus die Künste eines Barden, bis der Paladin diesen aufforderte, Loblieder für Atovara zu singen. Da gingen alle recht bald schlafen.
Finsterlinge!
11. Atovar 324 nZ, Eberhof, Atova
Im Weiler Farling trafen sie auf Flüchtlinge aus Eberhof, die von einem Angriff der Finsterlinge auf das Dorf berichteten. Viele kampftaugliche Einwohner waren zurückgeblieben, um die Angriffe abzuwehren, aber die Kinder hatte man in Sicherheit gebracht. Die Gruppe machte sich sofort auf den Weg nach Eberhof – ohne Kutsche, denn die beiden Kutscher wollten in Farling warten.
Rauch stieg aus dem Dorf auf. Als sie näher kamen, sahen sie einen großen Hof am Dorfrand brennen. Schnell fanden sie die beiden, die das Sagen hatten. Ein verletzter Atovara-Priester und ein Feldwebel, der zufällig mit seiner achtköpfigen Patrouille in der Nähe war, führten die Verteidiger an. Sie berichteten, dass die Finsterlinge aus allen Richtungen kamen und bereits mehrfach angegriffen hatten. Das regnerische Wetter seit Tagen erlaubte es den kleinen Dämonen sogar, am Tag anzugreifen.
Da die ersten Angriffe aus Richtung Bernfurt – ein kleiner Weiler im Südwesten – kamen, sollten die Gefährten doch dort nachschauen. Also gingen sie zu dem einige Kilometer entfernt liegenden Weiler.
Als der Weiler in Sicht kam, wirkte er im ersten Moment ausgestorben. Dann sahen sie aber Schatten herumhuschen und sie entschieden, sich anzuschleichen. Den Paladin interessierte diese Entscheidung nicht und er stapfte in seiner Rüstung direkt auf den Weiler zu.

Dann hörten sie lauten Krach und ein erschrecktes Kreischen eines Kindes. Nun hielt sie nichts mehr zurück und sie stürmten in das Zentrum des Weilers. Dort sahen sie mehrere Finsterlinge, die gerade versuchten, in ein Haus einzudringen. Sie hatten ein Fenster eingeschlagen und die Fensterläden abgerissen, aber drinnen verhinderte jemand mit einem Tisch, dass die Finsterlinge hineinkamen.
Die Gefährten fackelten nicht lange und griffen an. Kaelen, Jester und Argentum schossen auf die kleinen Dämonen, der Paladin, Plumbum und Lysander griffen sie mit ihren Waffen an. Rhyl vernichtete mit seinem ersten Zauber gleich vier der Wesen, doch er konnte diesen perfekten Treffer nicht wiederholen. Mit einer Lobpreisung an die Göttin Atovara band der Paladin gleich mehrere der kleinen Wesen an sich, die ihm aber kaum gefährlich werden konnten, zu stark war seine Rüstung.
Als eine zweite Welle der Dämonen um ein Hauseck kam, wurde Lysander umzingelt und musste sich verzweifelt mit seinem Schwert verteidigen. Seine Gefährten eilten ihm zu Hilfe und Jester begann, sich mit seinem Großschwert durch die Feinde zu mähen. Kaelen hörte auf Feuerpfeile zu schießen und beschwor stattdessen ein Elementarwesen, welches die Dämonen angriff. Schließlich war kein Finsterling mehr übrig und sie atmeten alle tief auf. Lysander kümmerte sich sofort um die Verletzungen, die aber nicht so schlimm waren.
Aus dem Haus blickte ein Halbling und dankte ihnen für die Hilfe. Er meinte, dass die meisten Dorfbewohner zu einem bestimmten Hof geflüchtet waren und die Gruppe am besten dort mal nachschauen sollte. Auf dem Hof war es ruhig und Rhyl rief mal laut. Da trat ein blutüberströmter Finsterteufel aus der Scheune.

Der Turm von Ilvarin
Finsterteufel!
11. Atovar 324 nZ, Eberhof/Bernfurt, Atova
Der Paladin sprang dem Teufel entgegen, und der Teufel dem Paladin. Es gelang dem Gotteskrieger, einen Treffer zu landen, doch der Teufel war schon zu nahe an ihm dran, und so hatte der Schlag zu wenig Schwung. Der Finsterteufel griff nach dem Kopf des Paladins, und vor den erschrockenen Augen der anderen riss er dem Glaubenskrieger den Kopf ab. Während sie ihn noch entsetzt anstarrten, schob er sich den Kopf in den unnatürlich groß gewordenen Mund und fraß ihn auf.
Das riss die Gruppe aus ihrer Starre, und sie gingen nun zum Angriff über. Kaelen beschwor ein Erdelementar in Form eines Nashorns und ließ es den Teufel rammen. Dazu schoss er Elementarpfeile auf den Dämon. Rhyl blieb etwas hinter seinen Gefährten, und Blitze zuckten in einem Bogen von seinen Händen auf den Teufel. Jester versenkte zunächst ebenfalls zwei Pfeile im Feind, bevor er auf das Großschwert wechselte. Argentum und Plumbum griffen wieder mit Armbrust und Fäusten an. Lysander griff zwar auch den Finsterteufel mit seiner Klinge an, hielt sich aber bereit, falls jemand verletzt würde.
Und dieser Moment kam dann auch recht schnell, als von hinten ein zweiter Finsterteufel Rhyl angriff. Lysander eilte ihm zu Hilfe, und auch die anderen standen ihm bei. Ihre zahlenmäßige Übermacht verhalf ihnen dazu, den Finsterteufel ohne weitere Verluste zu erledigen. Dank der Heilkünste von Lysander gelang ihnen das auch mit dem zweiten Finsterteufel.
Dann war der Kampf plötzlich vorbei, und bis auf ihr angestrengtes Keuchen war es unheimlich ruhig am Hof. Während sich Lysander um die Verletzungen kümmerte, sahen sie sich um. Sie fanden viele tote Akomai und Tiere im Stall und in der Scheune. Im Hof fanden sie einen toten Waldork, der im Kampf gefallen war. Er hatte versucht, seine Familie zu beschützen, wurde jedoch überwältigt und getötet.
Aber unter den vielen Leichen im Stall war auch eine noch nicht tote Menschenfrau. Sofort versorgte Lysander die bewusstlose und schwer verletzte Frau. Rhyl nahm noch schnell einige Proben der dämonischen Essenz, die zurückgeblieben war. Argentum zog dem gefallenen Paladin das Kettenhemd aus und packte es samt dessen Hammer und Geldbeutel ein. Dann kehrten sie nach Eberhof zurück, wo ihnen der Dorfpriester mit entsetzter Miene zuhörte. Der Halbling mit seiner Familie hatte sie ebenfalls nach Eberhof begleitet, und sie wurden nun im Gasthaus einquartiert.
Auch die Gruppe quartierte sich im Gasthaus ein. Nachdem sie sich gereinigt und etwas gegessen hatten, kam es am Tisch zu einem interessanten Gespräch. Rhyl war aufgefallen, dass die Teufel sich im Kampf überhaupt nicht für Plumbum interessiert hatten, und das fand der Magier sehr seltsam. Da auch Lysander schon sehr neugierig auf Argentums Brüder war, rückte dieser nun mit der Wahrheit heraus. Er zeigte ihnen, dass Plumbum und Aurum nur Golems waren. Plumbum war für den Kampf geschaffen, Aurum war ein Helfergolem.
Ilvarin
12.–14. Atovar 324 nZ, südliches Atova
In der nächsten Nacht gab es nur einen kleinen Angriff der Finsterlinge. Die Wachen wurden damit allein fertig. Deswegen setzten die Gefährten am nächsten Tag ihre Reise fort. Drei Tage lang fuhren sie mit der Kutsche nach Süden, bis sie den Grenzfluss Liren erreicht hatten. Dort gab es im Dorf Ilvarin einen Fährdienst über den Fluss. Auf der anderen Seite lag die Baronie Rabenstein – Kaelens Heimat – im Königreich Syrmora.
Beim Abendessen sprachen die Gefährten noch darüber, dass Argentum das Geld vom Paladin unter ihnen aufgeteilt hatte und am nächsten Tag dessen Kettenhemd verkaufen wollte. Rhyl meinte dazu, dass seine Habseligkeiten an seine Familie in Vondas geschickt werden sollten, falls er bei diesem Auftrag sterben sollte. Die anderen waren da unterschiedlicher Meinung und sprachen weiter über Testamente.
15. Atovar 324 nZ, Ilvarin, Atova
Nachdem sie den Krämerladen aufgesucht und ein wenig verkauft und eingekauft hatten, wollten die Gefährten eigentlich zum Signalturm hinaufgehen. Dort konnte man den Wärter damit beauftragen, ein Signal auf die andere Flussseite zu geben; von dort würde dann die Fähre kommen. Doch sie erfuhren, dass der Signalturm außer Betrieb war und der Bürgermeister mehr wusste.
Also suchten sie den Bürgermeister beim Frühstück im Gasthaus auf. Da der aber nicht gestört werden wollte, machte er sich unsichtbar. Die Gefährten fanden den Schattengnom dennoch und sprachen ihn auf den Signalturm an. Für ihn gab es eigentlich kein Problem, aber der Wärter war verschwunden. Wenn die Gruppe sich das unbedingt anschauen wollte, erklärte er sich bereit, ihnen dafür eine Belohnung von 6 Dalsin zu bezahlen.
Über den knausrigen Bürgermeister schimpfend gingen die Mythenjäger zum Turm. Sie hatten erfahren, dass darin Schleime gesichtet worden waren. Das sind kleine bis große, schleimartige, amorphe Monster, die sich je nach Art von sehr unterschiedlichen Dingen ernähren. Zum Glück wusste Jester recht viel über diese Wesen und klärte seine Gefährten auf.
Tatsächlich fanden sie auch vier Schleime im Turm – drei gelbe und einen grauen. Diese stellten keine allzu große Gefahr dar und zersetzten hauptsächlich kleine Tiere und Insekten. Für die Gefährten waren sie keine Bedrohung, aber den Signalwärter hatten sie komplett gefressen; nur seine Knochen waren noch übrig. Sie entzündeten selbst das Signalfeuer, das hoch genug war, um über dem immerwährenden Nebel über dem Liren hinwegzuleuchten.

Im Gasthaus tranken sie noch einen Tee, erhielten ihre Belohnung und warteten. Bald darauf kam die Fähre an, und sie setzten über. Die beiden Fuhrmänner mit der Kutsche hatten sich am Abend zuvor von ihnen verabschiedet und ihnen eine Reisekasse mit 50 Dalsin von der Gilde der Geschichten übergeben. Mit diesem Geld konnten sie Übernachtungen, Ausrüstung und eben auch Fährgelder bezahlen.
Die Fähre setzte sie ohne Schwierigkeiten über, und der Fährmann entließ sie am anderen Ufer mit den Worten: „Willkommen in Syrmora, dem Land der Gesetzlosen.“
Erste Tage in Syrmora
Rabenstein
Kaelen führte seine Gefährten zur Stadt Rabenstein einige Kilometer flussabwärts. Die Wachen am Stadt- und Burgtor begrüßten den jungen Dunkelelfen und seine Gefährten freundlich. Auch Kaelens Familie freute sich, ihren Bruder und Sohn wiederzusehen.
Nachdem Kaelen von ihrer Mission erzählt hatte, sagte ihm sein Vater Unterstützung zu. Er wollte sich nicht darauf verlassen, dass die Gruppe in der Hauptstadt vielleicht Hilfe bekam, deswegen stellte er selbst Reittiere, Verpflegung und Ausrüstung zur Verfügung. Bei diesem Gespräch erfuhr der Baron auch ein wenig über die Gruppe und machte Argentum das Angebot, nach der Mission doch wieder vorbeizukommen. Für einen Golembauer fände man sicher Arbeit. Für die Reise und ihre aktuellen Mittel wären mehr Golems aber eine zu große Belastung gewesen, denn Argentum hätte gern noch einen weiteren Kämpfer erschaffen.
Beim Abendessen konnten die Gefährten Kaelens Familie Geschichten aus ihren jeweiligen Heimatländern erzählen. Es war ein angenehmer Abend mit viel Staunen über die unterschiedlichen Ansichten der verschiedenen Kulturen.
16. Atovar 324 nZ, Rabenstein
Am nächsten Tag gönnten sich die Gefährten eine Pause von ihrer Reise. Während ihre Ausrüstung vom Baron zusammengestellt wurde, verbrachten die fünf Mythenjäger ihre Zeit recht unterschiedlich.
Rhyl erkundete die Bibliothek des Barons und fand eine alte Karte des Drachenkamms. Außerdem erfuhr er einiges über das Land Syrmora, was ihm nicht besonders zusagte. Er zeichnete die Karte ab und machte sich einige Notizen.
Lysander suchte nach Geschichten und Legenden und landete schließlich ebenfalls in der Bibliothek. Dort las er vom Goldrausch am Fluss Marvein, der vor ein bis zwei Jahren begonnen hatte, und von den gefährlichen Akomai-Traditionskulturen im Drachenkamm.
Jester zeigte am Vormittag Argentum einige besondere Kniffe mit der Armbrust und ließ die große Scharte aus seinem Schwert schleifen. Diese hatte er tags zuvor im zu engen Turm verursacht, als er durch einen Schleim hindurch mit der Klinge gegen die Wand getroffen hatte. Am Nachmittag landete auch er in der Bibliothek und las über die Monster im Drachenkamm. Er war erleichtert zu hören, dass es keine großen Drachen mehr in diesen Bergen gab, obwohl sie einst als deren Heimat erschaffen worden waren.
Nachdem Argentum am Vormittag mit der Armbrust trainiert hatte, lud er am Nachmittag seine Golems auf. Das entzog ihm alle Kraft und er ging früh mit starken Kopfschmerzen schlafen.
Kaelen verbrachte den Tag mit seiner Familie und besuchte auch alte Kampfgefährten. Er genoss es, wieder einmal zu Hause zu sein, nachdem er einige Zeit im Ausland gewesen war, um zu studieren.
Banditen
17. Atovar 324 nZ, Rabenstein
Am nächsten Tag war alles für sie bereit. Der Baron hatte ihnen fünf Reitpferde und vier Lasttiere mit Ausrüstung und Verpflegung zur Verfügung gestellt. Damit waren sie auf ihre Reise bestens vorbereitet und brachen auf.
Die Baronie Rabenstein galt als eine der sichersten Gegenden in Syrmora und so hatten die Gefährten tatsächlich einen sehr gemütlichen Reisetag, den sie in einem Gasthaus beendeten.
18. Atovar 324 nZ, Syrmora
Am nächsten Tag war das Wetter trüb und grau. Sie verließen die Baronie und trafen fast sofort auf Straßenräuber. Der Anführer war ein Waldork mit einer großen Axt. Er verlangte drei Dalsin Wegzoll von jedem Mythenjäger, doch die wollten nicht bezahlen. Es wurden einige Beleidigungen ausgetauscht und mehrmals flogen die Hände zu den Waffen. Schließlich wurde ein Zweikampf zwischen dem Anführer und Plumbum, dem „Diener“ Argentums, vereinbart.
Schon beim ersten Angriff beschädigte der Waldork seine Axt und war danach gar nicht mehr so furchterregend. Plumbum verprügelte den viel größeren Gegner, wurde dabei aber heimlich und magisch von Lysander und Kaelen unterstützt. Irgendwann fiel dem Ork auf, dass er nicht gegen einen echten Zwerg kämpfte. Die aufsteigende Angst wurde von der Gruppe noch geschürt und die Banditen ließen die Gefährten ziehen.
Ährenfeld
19.–20. Atovar 324 nZ, Syrmora
Das Wetter blieb trüb, doch zumindest stellten sich ihnen keine weiteren Gefahren in den Weg. Sie konnten auch den Fluss ohne Schwierigkeiten überqueren und näherten sich der Hauptstadt Ährenfeld.
21. Atovar 324 nZ, Ährenfeld
Am späten Morgen erreichten sie die Stadt. Sie sahen rasch, dass es nur wenige tatsächlich schöne Gebäude gab. Der Rest hatte zwar eine schöne Fassade, war dahinter aber oft ungepflegt und manchmal sogar baufällig. Sie quartierten sich im Gasthof „Goldener Kelch“ ein, der sauber und ganz brauchbar aussah. Direkt neben dem Gasthof befand sich auch der Atovara-Tempel und das hielt wohl auch das Gesindel fern.
Beim Mittagessen besprachen sie ihre Pläne. Sie wollten die Chronisten finden, Erkundigungen über die Situation im Drachenkamm einholen und auch etwas Geld verdienen, denn sie befürchteten, dass ihre Reisekasse nicht ausreichen würde.
Doch schon die ersten Punkte ihrer Planung stellten sich als schwierig heraus, denn es gab keine öffentliche Bibliothek in Ährenfeld, nur ein kleines Stadtarchiv. Das Schlimmste aber war, dass vor einigen Tagen zwei Chronisten brutal ermordet worden waren. Waren das die Chronisten, die sie hätten treffen sollen? Und wer tötete Chronisten? Es war doch durch ein göttliches Gebot untersagt, Chronisten zu verletzen!
(Anmerkung des Autors: Chronist ist ein besonderer Beruf in Arvenis. Diese Männer und Frauen widmen ihr Leben dem neutralen Aufzeichnen von Geschehnissen. Sie beschreiben in ihren Chroniken alle Bereiche des Lebens auf Kordath. Es gibt Chroniken über Diebesbanden, Piratenschiffe, Königshäuser und vieles mehr. Schon zur Zeit der Götterkriege wurden diese Chronisten unter den besonderen Schutz der Götter gestellt. Heute versammeln sie sich meist unter der Schirmherrschaft der Göttin Atovara, doch alle Völker und Religionen – zumindest die Sieben – achten dieses Gebot. Wenn ein Chronist seine Berufstracht trägt und seine Neutralität und Verschwiegenheit bewahrt, darf er nicht angegriffen werden. Man darf Chronisten ausschließen und sogar verjagen, aber nicht verletzen.)
Mord in Ährenfeld
Ermittlungen
Nach dem Mittagessen gingen die Gefährten zum Atovara-Tempel. Dort wurden sie sofort zum Hohepriester Ignatius, einem Halbling, vorgelassen. Dieser bestätigte ihre Befürchtungen: Die beiden toten Chronisten hatten tatsächlich Nachforschungen zur Provinz Drachenkamm angestellt. Die Partnerin eines der Toten lebte jedoch noch in Ährenfeld und könnte den Gefährten vielleicht mehr erzählen.
Kaelen, Argentum und Rhyl machten sich sofort auf den Weg zu dieser Frau, die ebenfalls Chronistin war. Währenddessen sprachen Lysander und Jester mit der Priesterin, die die Leichen für die Bestattung vorbereitet hatte. Sie erzählte, dass die beiden Männer zerrissen worden waren.
Chronistin Ermella war gerade beim Packen, als die Gefährten kamen. Sie hatte Angst, denn sie hatte ein Schreiben mit einer Warnung erhalten. Nachdem ihr Ehemann Gilbert und dessen Bruder zerrissen worden waren, nahm sie diese Warnung sehr ernst. Auch sie hatte über Drachenkamm recherchiert, allerdings erst seit Kurzem, während die beiden anderen bereits seit Monaten daran gearbeitet hatten.
Sie erzählte den Gefährten, dass der Handel mit der Provinz Drachenkamm beschränkt sei und nur noch über die Grenzdörfer abgewickelt werde. Kein Außenstehender dürfe die Provinz mehr betreten. Außerdem berichtete sie von einem Gerücht, wonach der Fürst von Drachenkamm eine Mine Atovas im nördlichen Drachenkamm angegriffen haben soll.
Nach diesem Gespräch sahen sich die drei auch noch die Unterkunft des zweiten Chronisten an, denn die Aufzeichnungen von Gilbert waren verschwunden. Leider war auch in Arnds Wohnung eingebrochen worden und nichts Verwertbares war mehr zu finden. Ähnlich erging es Jester und Lysander, die sich den Tatort im Stadtteil „Südmoor“ ansahen. Dort gab es einige Blutspritzer an den beiden Lagerhäusern rechts und links der Gasse sowie einen seltsamen viereckigen Abdruck, wie von einem Koffer, ansonsten jedoch nichts. Leider war die Gegend sehr verrufen und niemand sah dort jemals etwas.
Weitere Ermittlungen
22. Atovar 324 nZ, Ährenfeld
Den Vormittag verbrachten sie gemeinsam im Stadtteil Südmoor. Sie erhielten den Hinweis, dass der seltsame Abdruck vielleicht zu einem großen Holzschuh passen könnte, wie ihn manche über den Schuhen als Schutz vor Schlamm trugen. Außerdem besuchten sie das Rotlichtviertel, wo Rhyl allen Prostituierten erzählte, dass sie doch etwas aus ihrem Leben machen könnten.
Später gingen sie ins Stadtarchiv. Doch Argentum fühlte sich nicht besonders gut und Lysander erkannte, dass der Zwerg vergiftet worden war. Vermutlich lag es an dem Wasser, das ihm ein Junge im Südmoor aufgeschwatzt hatte. Lysander konnte jedoch etwas gegen das Gift tun und schon bald fühlte sich Argentum besser. Zum Glück hatte er nur einen Schluck von dem schalen Wasser getrunken.
Die anderen erfuhren inzwischen aus offiziellen Dokumenten, dass sich der neue Fürst der Provinz Drachenkamm „Zerakan, der Schwarze Fürst“ nannte. Außerdem bemerkten sie, dass einige Unterlagen fehlten. Der Verwalter war entgeistert, konnte ihnen jedoch sagen, dass ein gewisser Mori Grünauge, ein Schattengnom, der letzte in diesem Teil des Archivs gemeldete Besucher gewesen war.
Später kehrten sie ins Südmoor und ins Rotlichtviertel zurück. Dort lernten sie die Anführerin einer Verbrecherbande kennen, die ihnen gegen Bezahlung half. Sie stellte ihnen eine Prostituierte vor, die mit Gilbert, dem verheirateten Chronisten, eine Affäre hatte. Gilbert hatte mit ihr über seine Nachforschungen gesprochen und sie erzählte der Gruppe, dass er ein bestimmtes Lagerhaus im Auge behalten hatte. Ein Schattengnom sei der Mieter und dieser habe zwei sehr große Leibwächter. Angeblich würde dieser Schattengnom Waffen aus Kaldramir, dem westlichen Nachbarkönigreich von Syrmora, durch Syrmora in den Drachenkamm schmuggeln.
Genau dieser Gnom schickte der Gruppe in der Nacht eine „Einladung“, ihn doch in seinem Lagerhaus besuchen zu kommen. Die Gruppe witterte natürlich eine Falle und ging vorerst nicht darauf ein.
Das Lagerhaus
23. Atovar 324 nZ, Ährenfeld
Am Morgen diskutierten die Gefährten, ob sie die „Einladung“ annehmen sollten. Erst als ihnen der Hohepriester der Atovara dafür eine gute Belohnung anbot, entschieden sie sich, die Sache näher anzuschauen. Dafür sprach der Priester sogar noch einen Segen über sie, der ihnen helfen sollte.
Diesen hatten sie auch nötig, denn im Lagerhaus erwarteten sie zwei Oger und eine Bande von Schurken. Auch der Schattengnom Mori war irgendwo versteckt, doch er schoss lediglich aus dem Hinterhalt mit seiner Armbrust auf sie. Er floh, als er seine Leibwächter fallen sah. Die Gruppe hatte keinen leichten Kampf gegen die Oger, doch sie schaffte es. Rhyl ging im Chaos des Lagerhauses verloren und wäre beinahe verblutet. Lysander kam jedoch rechtzeitig zu ihm und konnte ihm und vor allem Jester schnell helfen.

Die Gefährten konnten drei der Schurken lebendig gefangen nehmen, doch diese wussten nicht viel. Im Lagerhaus fanden sie jedoch Waffen, Baumaterial und Getreide sowie einige aufschlussreiche Unterlagen und Uniformen der Garde des neuen Fürsten von Drachenkamm. Von den Uniformen nahmen sie einige mit. Danach gingen Lysander und Kaelen zum Atovara-Tempel, um den Hohepriester zu informieren.
Inzwischen stürmte die Stadtwache das Lagerhaus. Schnell stellte sich heraus, dass diese Gardisten ebenso korrupt waren wie alle anderen in der Stadt. Mori hatte sie gekauft. Doch durch ein verzweifeltes Manöver gelang es Jester, den Hauptmann in seine Gewalt zu bringen, sodass die Gefährten mit der Übermacht verhandeln konnten.
Wie sich herausstellte, war nur der Hauptmann korrupt genug, um weder vor dem Tempel noch vor dem König Angst zu haben. Deswegen zogen die Stadtgardisten nach längerem Hin und Her wieder ab und ließen ihren Hauptmann zurück. Dieser wurde bald darauf den königlichen Gardisten übergeben. Der Hohepriester hatte nach dem Bericht von Lysander und Kaelen direkt den König aufgesucht, der ihm seine eigene Garde mitgegeben hatte. Diese Gardisten übernahmen anschließend auch das Lagerhaus.
Die Gruppe begleitete den Hohepriester noch zurück in seinen Tempel und erhielt dort die versprochene Belohnung. Danach gingen sie früh schlafen, denn sie wollten diese korrupte Stadt so schnell wie möglich verlassen.
Insektenplage
Reise nach Osten
24. – 35. Atovar 324 nZ, Syrmora
Die Gefährten begannen ihre Reise nach Osten, doch schon im nächsten Dorf machten sie einen mehrtägigen Aufenthalt. Denn Argentum wollte seinen Golem aufrüsten und konnte dafür in dem Ort eine Werkstatt mieten. Die anderen beschäftigten sich mit kleinen Arbeiten oder genossen die Ruhe.
Ihr Warten brachte ihnen aber auch einen kleinen Begleitauftrag ein. Am letzten Abend in dem kleinen Ort kam ein Händler und heuerte sie als zusätzlichen Begleitschutz bis Dornfels an. Händler Harkendal übernahm dann auch die manchmal schwierige Kommunikation mit den Einheimischen, die Wegzoll für eine Furt verlangten oder in einem Dorf eine Waffensteuer einhoben.
Als sie ungefähr die Hälfte der Strecke zurückgelegt hatten, erhielten die Gefährten noch einen zusätzlichen Auftrag. Sie sollten nach einem Kurier suchen, der eigentlich schon seit Tagen aus dem Osten erwartet wurde. Doch bald schon fanden die Gefährten eine weit größere Gefahr, denn am selben Abend übernachteten sie in einem leeren Wegehaus.
Dort fanden sie Kampfspuren, Blut sowie herumliegende Waffen und Werkzeuge. Sie fanden aber weder tote noch lebende Wesen. Nachdem sie alle Spuren gesichtet hatten, war sich Jester fast sicher, dass es in der Gegend Schrecklinge gab.
Schrecklinge sind in ihrer kleinsten Form hundegroße Insekten, die Ameisen ähneln. Sie leben in einem Bau und behüten dort ihre Königin. Von dort aus gehen sie auf Jagd und fressen oder verschleppen beinahe alles. Je mehr eine Schreckling-Kolonie zu fressen bekommt, desto größer wird sie. Solche Kolonien können komplette kleine Reiche leerfressen.
Spuren der Plage
1. Danar 324 nZ, Syrmora

Händler Harkendal wollte sich einer solchen Bedrohung nicht aussetzen und kehrte um. Er wollte die Behörden in Ährenfeld informieren und andere Reisende warnen. Die Gruppe aber wollte sich unter Jesters Führung des Problems annehmen.
Schon bald darauf entdeckten die Gefährten eine verlassene Karawane auf der Straße. Auch hier fanden sie weder tote noch lebende Wesen, sicherten sich aber die Kasse und einige Güter der verschollenen Händler. Gegen Mittag fanden sie einen verlassenen Weiler. Auch dort bot sich ihnen dasselbe Bild, doch anhand der Spuren konnten sie feststellen, dass die Schrecklinge wohl aus dem Süden kamen.
Ganz langsam und vorsichtig ritten sie nach Süden und entdeckten bald hinter einem Bauernhof einige Schrecklinge, die ein Pferd fraßen. Es waren nur wenige, und sie wollten die Gelegenheit nutzen, um deren Stärke einzuschätzen. Außerdem wollte Argentum endlich den verstärkten Golem Plumbum testen.
Den Kampf eröffneten die Gefährten mit Fernkampfangriffen, danach gingen manche von ihnen in den Nahkampf. Plumbum bewährte sich, und die insgesamt acht Schrecklinge waren schnell besiegt. Sie sahen jedoch in der Ferne weitere kleine Schwärme am Boden und in der Luft. Zum Glück reichten die Sinne der Wesen nicht besonders weit, und so konnte man mit etwas Abstand vorsichtig an ihnen vorbeikommen.
Diesen Umstand nutzten sie. Kaelen markierte mit seinen Jägerfähigkeiten einen Schreckling, der gerade Beute nach Süden transportierte. Diesem folgten sie, bis sie zu einem Hügel kamen.
Der Bau

Nachdem sie die Pferde in einem leeren Bauernhof eingeschlossen hatten, näherten sich die Gefährten dem Hügel. Jester erklärte, dass die äußeren Eingänge für sie zu klein seien, dass es aber nahe der Königin größere, jedoch gut versteckte Eingänge für die Schreckling-Soldaten gebe, die ungefähr so groß wie ein Pony seien.
Genau einen solchen Eingang suchten sie gerade, als der Boden unter ihnen einstürzte. Jester, Lysander und Plumbum fielen in einen Tunnel und wurden dort unten sofort von Schreckling-Soldaten angegriffen. Auch oben griffen einige Schreckling-Soldaten an. Doch nun in den Kampf gezwungen, machten die Gefährten kurzen Prozess mit ihren vier Angreifern. Dennoch musste Lysander danach einige Verletzungen heilen.
Jester führte die Gefährten durch die unterirdischen Tunnel. Sein Wissen über diese Wesen half ihnen, und sie konnten weiteren Kämpfen aus dem Weg gehen, bis sie in die Brutkammer kamen.
Die Königin der Schrecklinge
Die Königin war ein sieben Meter großes Insektenmonster. Diese Wesen sind immens gefährlich, vor allem weil sie verwirrende Pheromone ausstoßen. Doch wieder einmal half ihnen das Wissen des Monsterjägers Jester Rifton. Er warnte sie davor, der Königin zu nahe zu kommen.
Um sie dennoch zu beschäftigen, wurden Plumbum und ein Erdelementar auf sie gehetzt. Diese beiden Wesen waren immun gegen die Pheromone. Die Gefährten unterstützten sie mit Fernkampfangriffen oder kümmerten sich um die Arbeiter, die ihre Königin verteidigen wollten. Rhyl gelang schließlich mit einem magischen Geschoss der Todesstoß, und der Kampf war gewonnen.
Ohne ihre Königin verfielen die Schrecklinge ins Chaos, fielen übereinander her oder flohen. Die Gruppe plünderte die Höhle und fand eine wertvolle Tranktasche. Außerdem weideten sie die Königin aus. Jester nahm sich eine Pheromondrüse mit und Lysander einen großen Chitinpanzer.

Weiter nach Dornfels
2. – 7. Danar 324 nZ, Syrmora
Damit kehrten sie zu den Pferden und anschließend zum letzten bewohnten Dorf zurück. Sie erzählten dem Auftraggeber, dass der Kurier wohl der Plage zum Opfer gefallen war. Am nächsten Morgen reisten sie weiter nach Osten, nahmen sich einen Wagen von der verlassenen Karawane sowie einige „Beutestücke“ und zogen weiter nach Dornfels.
Die restliche Reise verlief relativ ereignislos. Sie planten, die Waren auf dem Wagen schnell in Dornfels zu verkaufen, bevor ihnen die berühmten Diebe dieser Stadt die Waren stehlen konnten.
