Welt

Geschichte

Einst lebten auf Arvenis nur zwei Völker: Das Urvolk und die Dämonen. Das Urvolk hatte die Gabe der Wandlung, die Dämonen die Gabe der Zerstörung. Im Laufe ewiger Konflikte fanden einige Urvolk die Gabe der Schöpfung. Sie schufen und stiegen zu Göttern auf. Die Dämonen hingegen waren nicht fähig sich weiterzuentwickeln. So verbannten die Götter sie aus der Welt. Sie schufen das Sternennetz als Barriere und die Sonne als ewigen Wächter. Noch heute ist das Licht die mächtigste Waffe gegen die Dämonen.

Das Urvolk hatte zwei besondere Fähigkeiten. Sie konnten ihre eigene Gestalt verändern und starben nicht ohne äußere Einflüsse. Die Götter konnten auch andere verändern und sogar die Welt nach ihrem Willen gestalten. Sie formten ihre Anhänger, die freiwillig in der gottgegebenen Gestalt blieben. So entstanden die verschiedenen Völker.

Aber schon bald kam es zu Konflikten und zu Streit und das Äon der Götterkriege begann. Viele Götter und viele Völker gingen verloren. Am Ende formten sich zwei Lager: die Guten und die Bösen. Zelvar, der Anführer der Bösen, lockte Kordath, den Gott der Schmiede in eine Falle. Er ließ ihn einen neuen Himmelskörper erschaffen. Den wollten die Bösen den Guten als Friedensgeschenk anbieten, denn beide Lager vereinte noch immer der Kampf gegen die Dämonen. Da die Göttin der Sonne im Krieg vergangen war, mussten die kämpfenden Parteien mitten im Krieg eine schnelle Lösung für die Sonne finden. Sie erschufen den Tag-Nacht-Zyklus, und sandten sie auf ihre neue Bahn. Nun wollten Zelvar, Gott der Geheimnisse, und seine beiden Anhänger Danela, Göttin der Fruchtbarkeit, und Wirkant, Gott der Monster, den Mond in den Himmel schicken, um die Gefahr der Dämonen weiter einzudämmen. So lautete zumindest ihre Einladung an die andere Seite.

Doch der Mond war eine Falle. Zelvar hatte Kordath, den Schmied, getötet und als die anderen Götter kamen, lockte er sie in den Mond. Diese waren fasziniert von dem silbernen Himmelskörper und gingen in die Falle. Nur Atovara, Göttin der Wahrheit, war skeptisch und zögerte. Sie glaubte nicht, dass das silberne Mondlicht dieselbe Macht, wie die Sonne hätte. Doch Zelvars Worte lullten sie ein und auch sie betrat den Mond. Aber immer noch zögerlich. Deshalb war sie dem Ausgang so nahe, dass sie Zelvar, Wirkant und Danela mithineinziehen konnte, als die die Tür schlossen. Sie sandte sogar eine Nachricht vom Verrat der Drei an ihre Anhänger. Dann war die Tür zu und konnte von innen nicht mehr geöffnet werden.

Die Götter waren eingesperrt, der Kontakt zu ihnen unterbrochen. In gerechtem Zorn fielen die Völker der Sieben über die Völker der Drei her und vernichteten sie oder trieben sie in Verstecke und entlegene Orte.

Darauf folgte eine Zeit der Besinnung und des Rückzugs. Die Völker blieben für Jahrhunderte unter sich. Im Äon der Götterkriege hatten sie ihre Selbstwandlungskräfte und ihre Unsterblichkeit verloren, nun hatten sie auch noch ihre Führung verloren.

Es dauerte lange, doch irgendwann begannen sie, sich wieder für die Welt zu interessieren. Sie trafen auf andere Völker und erinnerten sich an die alten Kampfgefährten. Sie vermischten sich, zogen in ferne Gebiete und schufen Reiche. Aber sie konnten nicht über den Kontinent hinaus reisen, denn Wirkant hatte seine stärksten Monster, die Sturmdrachen (seine Kinder heißt es) als Wächter über die Meere eingesetzt. Die Küstengebiete sind recht sicher, doch die hohe See ist tödlich für alle Wagemutigen.

Im zentralen Kordath formte sich vor ungefähr 1300 Jahren ein neues Großreich. Diese nun als „Altes Kaiserreich“ bekannte Herrschaft verbreitete sich von der Westküste bis zur Ostküste, von den Cyranbergen bis hinab zum Klagengrund. Sie trafen auf viele andere Kulturen und Völker und obwohl sie diese in das Kaiserreich eingliederten, übernahmen sie doch sehr oft deren regionale Bräuche. Irgendwann war das Kaiserreich ein Flickenteppich nicht zusammenpassender Kulturen unter einer uralten und vermutlich veralteten Herrschaft. So kam das Ende, doch das Alte Kaiserreich brauchte 150 Jahre zum Sterben.

Vor 324 Jahren ging es dann mit einem gewaltigen Knall unter und hinterließ von der Hauptstadt und den Kernlanden nur tödlich verseuchte Ruinen. Die einzelnen Provinzen wurden unabhängige Reiche und traten in Konkurrenz um Land und Geld und Völker mit ihren Nachbarn.

Reiche entstanden und vielen in dieser Zeit, religiöse Kräfte übernahmen Herrschaften und sogar ein Drache eroberte ein zentrales Königreich. Bewaffnete Konflikte, politische Spannungen und gesellschaftliche Intrigen bestimmen heute die Reste des Alten Kaiserreichs.

Allgemeines zur Welt

Kordath ist ein sehr großer Kontinent mit einer Nord-Süd- und einer Ost-West-Ausdehnung von jeweils über 5000 Kilometern. Das Klima wird von Nord nach Süd immer wärmer, ein warmes gemäßigtes Klima liegt rund um den Binnensee Arkelion im Zentrum des Kontinents.

In allen Winkeln der Welt leben Akomai – so werden die 14 Völker der Sieben genannt. Viele Kulturen bestehen aus allen Spezies, doch es gibt noch vereinzelte Traditionskulturen, die versuchen so zu leben, wie es ihr Gott / ihre Göttin für sie vorgesehen hat. Dabei können die Vorstellungen, was die Götter für sie bestimmt hatten, sogar innerhalb einer Spezies unterschiedlich sein. Die meisten Traditionskulturen bestehen aus einer Spezies und leben in „unzivilisierten“ Gebieten.

Zerklüftete Lande

Kleiner Regionen-Überblick

Von der Westküste (auf ungefähr halber Höhe des Kontinents) bis zum Binnensee findet man heute die Überreste der Kernlande des Alten Kaiserreichs. Zwischen dem Fürstentum Eletha an der Leuchtenden Küste und dem Königreich Vondas am Binnensee sind die Spuren des Verfalls noch deutlich sichtbar. Entweder in tatsächlich gefährlichen Regionen oder in Konflikten, die bereits im Alten Kaiserreich ihren Anfang nahmen.

Östlich des Binnensees Arkelion beginnen die Ritterlande oder auch Cyranische Lande genannt. Dort herrschen in vielen Königreichen der Cyrandell nach Norden folgend viele kleine Königreiche mit feudalen Machtstrukturen. Das bekannteste davon ist Atova am Binnensee, welche seine Monarchie vor einigen Jahrzehnten in eine Theokratie mit Feudalsystem umgewandelt hat.

Vom Binnensee fließt der Tränenfluss nach Südosten bis zum Meer. Am Fluss liegen die Tränenreiche, die sicher die Erben des Alten Kaiserreichs in Bezug auf Kunst sind. Im Grasmeer zwischen dem Tränenfluss und der Ostküste leben Nomaden, an den Küsten Händler und im Süden Piraten und die Kleinen Tränen, welche die Tränenreiche zu imitieren versuchen.

Der Süden ist eine Region mit sehr warmem Klima. Neben einer großen Sandwüste mit verschiedenen Völkern ist der Großteil des Südens von dichten Dschungeln bedeckt. Auch in diesen leben viele verschiedene Kulturen. Im Südosten endet der Kontinent in einer Halbinsel voller Vulkane.

Im hohen Norden ist das Klima genau das Gegenteil: kalt und schneereich. Im Nordosten leben einige Kulturen an den langen Fjorden und der eisfreien Nordostküste und in den dunklen dichten Wäldern dort. Im Nordwesten gibt es weitläufige Kältesteppen und darunter in den Wäldern einige verschiedene Kulturen.

Zwischen dem Nordwesten und den Resten des Alten Kaiserreichs haben sich einige Reiche entwickelt, die als „Reiche der Finsternis“ bezeichnet werden. Dort soll es sogar ein Königreich der Untoten geben!

Eine Karte folgt noch 😊